Was sie schon immer einmal wissen wollten...

3 überzeugende Argumente, nicht Blut zu spenden!
Angst vor dem 1. Mal?
Wie läuft eine Blutspende ab?
Was was besteht Blut?
Auf was wird das Blut untersucht?
Was gibt es für Blutgruppen, welche ist am seltesten?
Wer kann wem Blutspenden?


3 überzeugende Argumente, nicht Blut zu spenden

Eigentlich braucht man nicht viel Phantasie, um festzustellen, dass Blutspenden für uns alle wichtig ist. Unfälle und Krankheiten können jeden treffen. Immer! Das heißt: Jeder kann von einer Minute zur anderen auf die Blutspende seiner Mitmenschen angewiesen sein. In einigen Ländern bekommen Menschen in Notlage nur Blut, wenn sie oder ihre Angehörigen gespendet haben. Soweit soll es bei uns aber nicht kommen. Oder? Bislang sind genug Menschen bereit, Blut zu spenden. Doch in Deutschland entstehen besorgniserregende Tendenzen. Immer weniger junge Leute spenden Blut. Immer stärker verlassen gerade sie sich auf die Blutspenden anderer.

Es ist bequem, Verantwortung abzugeben. Eine Lösung ist es nicht. Sie sind gefordert: Spenden Sie Blut.


Angst vor dem 1. Mal?

Der häufigste Grund, warum Menschen nicht Blut spenden: Angst! Angst davor, während der Spende umzukippen, Angst vor der Nadel, Angst vor einer AIDS-Infektion. Angst, weil man sich gar nicht richtig vorstellen kann, wie ein Blutspende Termin abläuft.

Wir können nur deutlich darauf hinweisen, dass man sich beim Blutspenden nicht infizieren kann, dass jeder Spendewillige vorher untersucht wird, um festzustellen, ob er die Spende vertragen wird, dass der Nadelstich nicht besonders schmerzhaft ist.

Über 90 Prozent unserer Blutspender kommen übrigens immer wieder, freiwillig und bis zu fünf Mal innerhalb von zwölf Monaten, Frauen dürfen allerdings nur vier Mal. Ganz so schlimm kann es also wirklich nicht sein. Gehen Sie doch einfach mal ganz unverbindlich zu einem Blutspendetermin bei uns und sprechen Sie mit den Spendern und den Rotkreuzlern! Nur Sie selbst können herausfinden, dass Ihre Angst unbegründet ist!


Wie läuft eine Blutspende ab?

GETESTET
wird bei uns von Anfang an. Vor der Blutspende werden Körpertemperatur, Blutfarbstoff, Puls und Blutdruck überprüft sowie das Herz abgehorcht. sie müssen einen Spenderfragebogen ausfüllen und können Ihre Fragen vertraulich mit einem Arzt besprechen. Nur wenn alles in Ordnung ist, geht es los.

GEPIEKST
hat man Sie vielleicht schon oft. Aber keiner macht's wie unsere Profis vom Blutspendedienst: Der Spender legt sich aufs Entnahmebett, und nach ungefähr 7-10 Minuten haben wir 500 ml Blut entnommen. Zusätzlich füllen wir Proberöhrchen für die Tests im Labor. Dann gibt's einen Tupfer und ein Pflaster oder wenn wie wollen eine Binde.

AUSRUHEN
können Sie nun zehn Minuten im Liegen in unserem Liegeraum, zu dem Sie unsere Helfer hinbegleiten. Danach noch 5 Minuten unter Beobachtung hinsetzen.

GESTÄRKT
Wir verwöhnen Sie mit einem reichhaltigen Imbiß und Getränken. Beim Essen kommt man leicht mit den anderen Spendern ins Gespräch. Ausgeruht und mit dem guten Gefühl, ein Lebensretter zu sein, gehen Sie dann nach Hause.


Aus was besteht Blut?

Das Plasma
ist die Blutflüssigkeit. Es enthält Nährstoffe sowie Faktoren für die Blutgerinnung und die Infektabwehr. es erhält den Blutdruck aufrecht.

Es wird eingesetzt:
- bei Gerinnungsstörungen
- bei großem Blutverlust
- als Ausgangsstoff für lebensrettende Arzneimittel
 

Weiße Blutkörperchen und Blutstammzellen
gibt es in verschiedenen Formen. Sie wehren Krankheitserreger ab und beseitigen abgestorbene Zellen. 

Konzentrate aus weißem Blutkörperchen werden kaum angewendet. Die Stammzellen für die Blutbildung können mit Spezialverfahren für Patienten gewonnen werden.
 

Blutplättchen (Thrombozyten)
sind lebenswichtig für die Blutgerinnung. Über eine Billion der kleinsten Blutzellen zirkulieren im Kreislauf.

Sie werden eingesetzt bei Patienten, deren Plättchenbildung gestört ist (z.B. bei Leukämiekranken)
 

Rote Blutkörperchen (Erythrozythen)
transportieren den Sauerstoff. Im Körper eines Erwachsenen gibt es etwa 25 Billionen. Sie werden nach 120 Tagen ersetzt.

Sie werden eingesetzt:
- bei einem plötzlichen Blutverlust nach einem Unfall oder bei einer Operation
- bei Blutarmut (Anämie)


Auf was wird das Blut untersucht?

Zusätzlich zum halben Liter im Blutbeutel füllen wir bei der Blutspende Proberöhrchen. Die brauchen wir für die Tests auf AIDS, Hepatitis und Syphilis. Damit bestimmen wir die Blutgruppe, den Rhesus-Faktor und besondere Bluteigenschaften. Zuätzlich überprüfen wir auch die Leberwerte.


Was gibt es für Blutgruppen, welche ist am seltesten?

Bei jeder Blutspende bestimmen wir die Blutgruppe. Ein spezieller Blutgruppen-Automat ist dafür zuständig. Bei Erstspendern testen wir das Ergebnis zusätzlich von Hand. Die Blutgruppe wird dann im Blutspender-Pass eingetragen.

Manchmal muss Gruppenzwang einfach sein. Auch der überzeugteste Einzelkämpfer sollte eine Gruppe kennen, der er zwangsläufig von Geburt an angehört: seine Blutgruppe. 

1901 entdeckte der Chemiker und Mediziner Karl Landsteiner die Blutgruppen A, B, AB und 0. 

1940 fand er den Rhesusfaktor. Blutübertragungen sind seitdem kein riskantes Glückspiel mehr.

In der Grafik rechts sehen Sie die Häufigkeit der entsprechenden Blutgruppen.


Wer kann wem Blutspenden?

Blut mit der Eigenschaft 0 Rhesus negativ ist besonders begehrt, denn es kann jedem Menschen übertragen werden. Doch nur 15 Prozent der Mitteleuropäer haben Rhesus negatives Blut.

Auf jeden Fall wird vor einer Blutübertragung eine Kreuzprobe durchgeführt. Proben aus Spender- und Patientenblut werden vermischt, um Unverträglichkeiten zu erkennen.

In der Grafik rechts sehen Sie, welcher Patient mit der entsprechenden Blutgruppe welches Blut erhalten kann.